Die Stadt von morgen

Die Vision: Ein Quartier, das Innovation, Ökologie und Lebensqualität verbindet.

Lange Zeit galt es als „Niemandsland“ – das Areal am Berliner Hauptbahnhof. Geprägt von Kriegszerstörung und dem Schatten der Berliner Mauer wurden weite Teile des rund 61 Hektar großen innerstädtischen Gebiets zwischen Spreebogen und Nordhafen jahrzehntelang als Containerbahnhof und provisorische Lagerfläche genutzt. Nun entsteht hier mit der Europacity das zukunftsweisendste städtebauliche Projekt Berlins – und das ist längst keine reine Zukunftsmusik mehr.

Schon heute erheben sich rund um den Hauptbahnhof eine Vielzahl faszinierender moderner Gebäude und urbanes Leben kehrt an einen Standort zurück, der schon Anfang des 20. Jahrhunderts kosmopolitische Weltoffenheit repräsentierte. Vor dem Krieg befanden sich hier zwei der prächtigsten Berliner Kopfbahnhöfe – der Lehrter Bahnhof, dessen Ruine 1957 abgerissen werden musste, und der Hamburger Bahnhof. Wo der Erstere einst stand, erhebt sich heute der im Jahr 2006 eingeweihte Berliner Hauptbahnhof – ein architektonisches Meisterwerk, entworfen von Meinhard von Gerkan. Der Hamburger Bahnhof dagegen wurde zu einem international renommierten Ort für Gegenwartskunst umgestaltet. Gemeinsam markieren sie die erste Phase jener städtebaulichen Entwicklung, die sich in der Europacity vollenden wird.

„Der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin ist in besonderer Weise an der Geschichte des Ortes interessiert, an dem er sich befindet“, erklärt Leiterin Dr. Gabriele Knapstein. „Als das Museum 1996 in dem spätklassizistischen Bau als Haus der Nationalgalerie eröffnete, belebte es eine Fläche, die nach dem Zweiten Weltkrieg und der innerdeutschen Teilung zum Niemandsland geworden war. Mit zwei Erweiterungsbauten, der Kleihueshalle und den Rieckhallen, haben wir hier ideale Ausstellungsbedingungen für die wachsende Sammlung der Nationalgalerie und für die uns anvertrauten Privatsammlungen geschaffen.“ 

Durchweg positiv erlebt Knapstein die weitere Entwicklung der Europacity: „Für uns ist die städtebauliche Erschließung unserer Umgebung ein echter Gewinn. Wir sind bereits eine Kooperation mit unserem Nachbarn eingegangen. Ab dem 19. Juli 2017 zeigen wir für vier Wochen junge Nachwuchskünstlerinnen im Unternehmenssitz von 50Hertz. Gemeinsam haben wir uns dieses ambitionierte Projekt für die nächsten drei Jahre vorgenommen, um die neue Nachbarschaft für alle produktiv werden zu lassen.“

„Für uns ist die städtebauliche Erschließung unserer Umgebung ein echter Gewinn. Wir sind bereits eine Kooperation mit unserem Nachbarn eingegangen. Ab dem 19. Juli 2017 zeigen wir für vier Wochen junge Nachwuchskünstlerinnen im Unternehmenssitz von 50Hertz. Gemeinsam haben wir uns dieses ambitionierte Projekt für die nächsten drei Jahre vorgenommen, um die neue Nachbarschaft für alle produktiv werden zu lassen.“

Dr. Gabriele Knapstein,
Leiterin Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Auch die prominente Fernsehköchin und Restaurantbetreiberin Sarah Wiener profitiert von der neuen Nachbarschaft: „Mein Restaurant am Hamburger Bahnhof ist seit langem ein Anziehungspunkt für Menschen, die Kunst und gutes Essen lieben. Wir freuen uns auf noch mehr Leben, neue Anwohner, mehr Flaneure auf der Promenade und mehr Urbanität in unserem ‚Hinterland’.“

Von der Vision zum Stadtteil

Als der Lehrter und der Hamburger Bahnhof Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet wurden, befand sich Berlin in einem ähnlichen Wachstumsprozess, wie wir ihn heute erleben. Die Wirtschaft boomte und die städtische Infrastruktur wurde mit großen, visionären Projekten erweitert. Dazu zählte auch der vom berühmten Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné entworfene Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal inklusive des Humboldthafens als innerstädtischem „Schmuckbecken“.
Heute, mehr als 150 Jahre später, lebt der Plan Lennés wieder auf – und nicht nur das: Als die ersten Konzepte für die Bebauung rund um den Hauptbahnhof entwickelt wurden, gab es die Vision für einen neuen, modernen Stadtteil – vom Spreebogen bis zum Nordhafen, vom Kanal bis zur Bahnstrecke. Diese Vision führte letztlich zur Erarbeitung des „Masterplans Berlin Heidestraße“, einem beispiellosen kooperativen Planungsprozess von Grundstückseigentümern, Projektentwicklern, Stadtplanern und Behörden.
„Als Pionier in der Europacity hat unsere Marke TOTAL in Berlin sehr vom Umzug in das neue Quartier profitiert, schon allein durch die starke Sichtbarkeit“, erzählt Bruno Daude-Lagrave, Geschäftsführer der TOTAL Deutschland GmbH. „Wir haben zugleich mit dem Umzug in ein modernes Gebäude viele interne Abläufe modernisiert. Nun sehen wir mit Freude, dass mit der wachsenden Nachbarschaft hier am Hauptbahnhof auch urbanes Leben entsteht.“
Diverse Gastronomiebetriebe haben sich bereits angesiedelt und der Hauptbahnhof hat sich mit der Zeit zu einem Nahversorger mit Mall-Qualitäten entwickelt.

Vielfalt und Durchmischung

An dem von Lenné entworfenen Schmuckbecken Humboldthafen entstehen Wohn- und Bürogebäude in beeindruckender Architektur sowie eine Promenade mit Res­taurants, Cafés und Bootsanleger. Und auch der anschließende Kanal, einstmals für Gütertransporte angelegt, wird im Zuge der Entwicklung der Europacity zu einem landschaftlichen Schmuckstück – für die flanierenden Besucher der Kunstmuseen, Büronutzer und für die Bewohner der am Ufer entstehenden neuen Wohnquartiere, bis hin zur Wasserstadt Mitte am Nordhafen.
Westlich der Heidestraße, die als zentraler Boulevard der Europacity den Hauptbahnhof mit dem Ortsteil Wedding verbindet, entsteht das Quartier Heidestraße in typischer Berliner Mischung mit gefördertem und freiem Mietwohnungsbau, Gewerbeflächen und einem zentralen Nahversorgungszentrum für die gesamte Europacity.

Eine Stadt der Zukunft

Parallel dazu wächst am südlichen Ende der Heidestraße rund um den Hauptbahnhof das Geschäftszentrum der Europacity mit Hotellerie und Bürogebäuden für namhafte internationale Unternehmen in Landmark-Architektur. Mit dem Tour Total, der 50Hertz-Unternehmenszentrale, dem neuen Berliner Hauptsitz von PricewaterhouseCoopers am Humboldthafen und dem Wohngebäude KunstCampus sowie dem John-F.-Kennedy-Haus, dem Bürogebäude Bertha Berlin, dem IntercityHotel und dem Steigenberger Hotel ist ein fulminanter Anfang gemacht. Weitere Objekte werden bereits geplant oder gebaut – wie etwa das Bürogebäude Grand Central Berlin und MY.B, das KPMG-Gebäude, der neue Sitz des ABDA – Bundesverband der Apothekerverbände und cube berlin, ein modernes architektonisches Wahrzeichen zwischen Hauptbahnhof und Spree. Dies alles sind Projekte, die zugleich auf einen wesentlichen Kern der Vision für die Europacity verweisen: attraktive Architektur und Städtebau, innovative Nutzungskonzepte und nachhaltige sowie zukunftsorientierte Gebäudetechnik. An keinem Standort in Berlin gibt es mehr Green Buildings als in der Europacity.
Senatsbaudirektorin Regula Lüscher: „Dieses Thema ist nicht nur für die Eigentümer und Entwickler wichtig, sondern auch für die Bürgerinnen und Bürger. Berlin verfügt über eine einmalige Wissenschaftslandschaft und Innovationsindustrie, die es leicht machen, die richtigen Partner für zukunftsweisende Entwicklungen zu finden.“
Der Anspruch, der sich mit dem Begriff Innovation verbindet, soll hier seine Realisierung aber nicht nur in Einzelprojekten finden. Die gesamte Europacity setzt auf E-Mobilitätskonzepte und nachhaltige, zukunftsfähige Bauweisen. Eine echte Stadt der Zukunft.