Spaziergang durch die Europacity

Die Europacity liegt zentral im Herzen der Hauptstadt und lässt sich bestens zu Fuß erkunden. Wir nehmen Sie mit auf einen Spaziergang durch das neu entstehende Stadtquartier nördlich des Hauptbahnhofs. Es geht über grüne Ufer an historischen Gebäuden und Stätten vorbei, aber auch entlang neuer zeitgenössischer Architektur.

@ Christian Kruppa - cube berlin

Beim Start bereits begegnen wir einem Höhepunkt unseres Rundgangs – dem cube berlin am Washingtonplatz neben dem Hauptbahnhof. Mit seinen verspiegelten, facettierten Glaselementen ist das würfelförmige Bürogebäude von 3XN Architects zu einem echten Anziehungspunkt geworden. Besonders im Abendlicht bieten die Reflexionen an der Fassade des neuen Hauptsitzes der Firma CA Immo ein grandioses Bild. Aber nicht nur optisch beeindruckt das neue Smart Commercial Building: Seine intelligente Gebäudetechnik erkennt die individuellen Bedürfnisse der Nutzer und passt für sie die Raumbedingungen optimal an.

Mit seinen verspiegelten, facettierten Glasfronten ist das Gebäude von 3XN Architects ein echter Hingucker.

Von hier aus geht es über den Humboldthafen entlang des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals auf die nördliche Seite der Invalidenstraße. Wir passieren den Hamburger Bahnhof, der mit seiner Sammlung zu den wichtigsten Museen für zeitgenössische Kunst in Europa zählt.

Wir spazieren weiter am Kanal entlang, der die ehemalige Grenze zwischen West- und Ostberlin markiert und dessen östliches Ufer daher Teil des Berliner Mauerwegs ist. Bald sehen wir den stillen, verwunschen anmutenden Invalidenfriedhof aus dem 18. Jahrhundert. Er erinnert nicht nur an die deutsch-preußische Militärgeschichte, sondern auch an die preußischen Befreiungskriege der Jahre 1813 bis 1815. Ein Teil der Berliner Mauer ist hier erhalten. Sie verlief zur Zeit der DDR quer durch den Friedhof, auf dem heute noch rund 230 historische Grabmale erhalten sind.

Haben wir den Invalidenfriedhof hinter uns gelassen, kommen wir an einer Mauer-Gedenkstätte in einem ehemaligen Grenzturm vorbei. Hier wird an den ersten DDR-Bürger erinnert, der an der deutsch-deutschen Grenze erschossen wurde, als er im August 1961 einen Fluchtversuch unternahm.

@ Christian Kruppa - Kornversuchsspeicher

Weiter geht es in Richtung Norden: Auf der anderen Uferseite gerät bald der ehemalige Kornversuchsspeicher mit seiner alten Backsteinfassade in den Blick. Wie der Name bereits vermuten lässt, diente das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert lange Zeit nicht nur als Speicher, sondern hier wurden auch wissenschaftliche Untersuchungen zur Lagerung von Getreide durchgeführt. Im Moment wird das rote Backsteingebäude von der Adler AG umgebaut – aber auch in rote Folie gehüllt ist der Kornversuchsspeicher eine besondere Station auf unserem Spaziergang.

Über die Kieler Brücke überqueren wir den Kanal in Richtung Westen – eine Gelegenheit, noch einmal auf Wasser und Ufer zu schauen: Nach Süden kann man von der Fußgängerbrücke aus die gesamte Uferfront der Europacity überblicken, angefangen mit der Wasserstadt Mitte unmittelbar an der Brücke. In das Quartier der Adler AG sind bereits zahlreiche Wohnungsmieter eingezogen. In Richtung Norden fällt der Blick auf den historischen Nordhafen: An dem ehemaligen Binnenhafen sind nun zu beiden Seiten bepflanzte Uferpromenaden fertiggestellt, die zu Pausen im Grünen einladen.

@ Christian Kruppa - Quartier Heidestrasse, QH Track Baugrube

Auf der anderen Seite der Kieler Brücke steuern wir durch die Wasserstadt Mitte direkt auf das Quartier Heidestrasse zu. Die riesige Baustelle an der westlichen Seite der Heidestraße zeigt, wie ein bauliches Ensemble auf begrenztem Raum heran- und zusammenwachsen kann: Mittlerweile sind hier vier Gebäude in die Bauphase übergegangen. Während QH Core schon im Hochbau fertig und abgerüstet ist – zum Jahresende ist das Gebäude bezugsfertig – offenbart die Grube für das Bürohaus QH Track die komplexe Tiefbaukonstruktion für das 550 Meter lange Gebäude entlang der Bahngleise. Derzeit sicherlich eine der spannendsten Baugruben Berlins!

Hier endet unsere kleine Tour durch die Europacity schon fast: Den Hauptbahnhof immer im Blick, gelangen wir entlang der Heidestraße in weniger als zehn Minuten zurück an unseren Ausgangspunkt. Zuvor machen wir noch zwischen den Unternehmenssitzen von 50Hertz und Total Halt – jenen Türmen, die das markante Entree zur Europacity bilden, sofern man den Loop um das Gelände von Westen aus beginnt. Das 50Hertz-Gebäude und das Bürohochhaus Tour Total ziehen beide mit ihren ausgeklügelten Fassaden viel Interesse auf sich und sind häufig von Architekturfreunden umringt. Ein Beleg dafür, dass hier Urbanität entstanden ist, die einen Rundgang lohnt!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: